Einsatz von Power-assistierter Liposuktion bei fibrotischem Gewebe

Die Nachfrage nach sekundären Körperkonturierungen nimmt zu – insbesondere nach bereits durchgeführten, aggressiven Fettabsaugungen. Was auf den ersten Blick wie eine klassische Revision erscheint, entpuppt sich in der Praxis häufig als hochkomplexer Eingriff. Ein wesentlicher Grund: das veränderte Gewebe.
Nach ultraschallunterstützten Verfahren zeigt sich häufig ein deutlich verändertes Gewebebild. Typische Befunde sind:
Für den Operateur bedeutet das: Die gewohnte „Lesbarkeit“ des Gewebes geht verloren. Fett lässt sich nicht mehr gleichmäßig mobilisieren, und die Eingriffssituation wird weniger vorhersehbar.
Klassische Liposuktionstechniken sind auf intakte Gewebestrukturen ausgelegt. In fibrotischem Gewebe stoßen sie schnell an Grenzen:
Das Ergebnis ist häufig unvorhersehbar – sowohl funktional als auch ästhetisch.
In der sekundären Liposuktion ist nicht das Fett das Problem, sondern die Struktur, in der es eingebettet ist. Fibrotische Septen können wie Barrieren im Gewebe wirken. Sie können eine gleichmäßige Fettentnahme verhindern und erhöhen gleichzeitig das Risiko für Gewebeschäden. Werden diese nicht berücksichtigt, kann dies die Behandlung erschweren.
Sekundäre Fälle erfordern ein Umdenken – insbesondere in der Wahl der Technologie. Ultraschallbasierte Verfahren arbeiten mit Energieeintrag ins Gewebe. Dieser Ansatz kann in bestimmten klinischen Situationen, insbesondere bei ausgeprägter Fibrose, mit zusätzlichen Herausforderungen verbunden sein. Mechanisch unterstützte Verfahren wie die Power-assistierte Liposuktion verfolgen einen anderen Ansatz: Sie arbeiten mit kontrollierten, hochfrequenten Mikrobewegungen, die bei der Bearbeitung auch verhärteter Gewebestrukturen eingesetzt werden können – ohne zusätzlichen thermischen Einfluss.
Gerade in der Revision kann dies:
Im vorliegenden Kontext wurde dieser Power-assistierte Ansatz durch den Einsatz von Vibrasat® Pro im Boost-Modus angewendet.
Der Fall einer 26-jährigen Patientin verdeutlicht die beschriebenen Herausforderungen eindrücklich: Nach zwei vorangegangenen Eingriffen und einer aggressiven, ultraschallunterstützten Liposuktion zeigte sich eine stark fibrotische Gewebestruktur mit nahezu aufgehobener Taillenkontur.
Im vorliegenden Fall wurde eine Kombination aus folgenden Maßnahmen angewendet:
Ergänzend wurde die Konturierung durch eine selektive Rippenumformung sowie eine Dual-Plane-Implantation von Gesäßimplantaten unterstützt.
Einblick in den Fall
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Sekundäre Liposuktion ist kein Routineeingriff. Sie erfordert ein tiefes Verständnis für veränderte Gewebestrukturen, angepasste Techniken und ein klares Risikobewusstsein. Der entscheidende Unterschied liegt nicht in der Menge des entfernten Fetts, sondern in der Fähigkeit, mit einem Gewebe zu arbeiten, das seine ursprüngliche Struktur verloren hat. Power-assistierte Liposuktion mit Technologien von Moeller Medical kann in diesem Kontext einen strukturierten Ansatz zur Bearbeitung veränderter Gewebestrukturen unterstützen. In Kombination mit angepassten Infiltrationstechniken und einem ganzheitlichen Konturierungskonzept kann dies dazu beitragen, auch in komplexen Revisionseingriffen ein differenziertes und reproduzierbares Vorgehen zu ermöglichen.
Hinweis: Der dargestellte Fall beschreibt eine individuelle klinische Situation. Ergebnisse können je nach Patient, Ausgangsbefund und operativer Technik variieren.

„Die Power-assistierte Liposuktion – die wir in meiner Praxis als ‚Ultra-Power-Liposuktion‘ weiterentwickelt haben – hat unseren Ansatz bei komplexen und sekundären Eingriffen grundlegend verändert. Die Kombination aus höherer Infiltrationsgeschwindigkeit und gesteigerter Vibrationsfrequenz der Kanüle ermöglicht schnellere Abläufe, eine effektivere Behandlung von fibrotischem Gewebe und eine deutlich verbesserte Sicherheit.
In meiner Praxis führt das zu kürzeren Operationszeiten, reduziertem Gewebetrauma und einem höheren Maß an Sicherheit – selbst in anspruchsvollen Fällen.“
Dr. Alexander Aslani
Plastischer Chirurg, Cirumed Clinic
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